Immer mehr Privatpersonen schauen eher mit Sorge auf das Geld, das ihnen beim Eintritt ins Rentenalter zur Verfügung steht. Spätestens seitdem die gesetzliche Rentenversicherung jedes Jahr aufs Neue allen Versicherten die prognostizierte Rentenhöhe per Brief mitteilt, gerät die private Vorsorge zunehmend in den Fokus des Interesses. Die klassische Lebensversicherung ist dabei einer der am häufigsten gewählten Wege, eine private Vorsorge fürs Alter zu treffen und so fernab von risikoreichen oder fondsgebundenen Anlageprodukten eine abschätzbare Rendite für den Lebensabend zu erzielen. Wer ein geringes Risiko bei seiner privaten Altersvorsorge erwartet und schon heute abschätzen möchte, welches zusätzliche Geld er beim Eintritt ins Rentenalter zu erwarten hat, trifft mit der klassischen Lebensversicherung die richtige Entscheidung.
Noch vor zwei Jahrzehnten hätte man für dieses Anlageprodukt alleine von einer Lebensversicherung gesprochen, das Attribut "klassisch" wurde erst seit den frühen 1990er Jahren ergänzt. Es grenzt die klassische Lebensversicherung so vor allem von fondsgebundenen Produkten der Versicherer ab, bei denen sich größere Chancen, jedoch auch Risiken für die zu erwartende Rendite ergeben. Entscheidet man sich für die Vorsorge für ein fondsgebundenes Modell, erhält man mit Ausnahme einer geringen Garantiesumme keine klare Aussage darüber, wie hoch die Rendite und somit auch der Auszahlungsbetrag der Versicherung im Alter 60 oder 65 aussehen wird. Wer ein geringes Risiko bei Fragen der Altersvorsorge scheut, dürfte sich somit gegen die fondsgebundene und für eine klassische Lebensversicherung entscheiden, bei der die Rendite bereits im Moment der Vertragsunterzeichnung festgeschrieben ist. Eine Chance auf höhere Rendite ist somit ausgeschlossen, jedoch auch da Risiko, im Alter mit relativ leeren Händen dazustehen.
Die klassische Lebensversicherung ist von zwei anderen Absicherungsformen abzugrenzen, nämlich der gesetzlichen sowie der privaten Rentenversicherung. Von staatlicher Seite aus kann jeder Bundesbürger eine Rentenzahlung erwarten, sofern wenigstens fünf Jahre in das staatliche Rentensystem eingezahlt wurde. Nach den Jahren und der Höhe der Einzahlung berechnet sich auch die gesetzlich zu erwartende Rente, die meist eine Finanzierungslücke im Alter hervorruft und so die private Vorsorge notwendig macht. Die private Rentenversicherung ist wie die klassische Lebensversicherung ein Anlageprodukt der Versicherungswirtschaft, das ebenso hohes wie geringes Risiko bieten kann. Der Unterschied ist hierbei vor allem, dass eine private Rentenversicherung zwingend in Form von monatlichen Leistungen zur Auszahlung kommt, während sich die Beiträge nebst angesparter Rendite bei einer klassischen Lebensversicherung auch auf einen Schlag auszahlen lassen.
Die Frage, für welche Anlage der Versicherer man sich entscheiden will und ob man hierbei eher ein hohes oder ein geringes Risiko erwünscht, hängt sehr vom einzelnen Charakter des Versicherungsnehmers und seinen Hoffnungen auf die zu erzielende Rendite ab. Wer beim Blick auf die zu erwartende, gesetzliche Rente eher große Lücken sieht, dürfte in puncto Rendite kein großes Risiko eingehen wollen, sondern eine sichere und gezielte Vorsorge treffen. Eine Art der Vorsorge, für die sich die klassische Lebensversicherung in optimaler Weise anbietet. Natürlich ist es jedem Versicherungsnehmer ungenommen, einen Teil seines monatlichen Einkommens in mehrere Produkte der privaten Vorsorge zu investieren und so durch die klassische Lebensversicherung und ihr geringes Risiko bei der zu erwartenden Rendite einen Grundstein für die finanzielle Sicherheit im Alter zu legen.