Seit Jahren zeigen sich die jährlichen Zahlen der Einbruch-Diebstahldelikte bei etwa 110.000 Fällen pro Jahr laut polizeilicher Kriminalstatistik nahezu unverändert. Hochgerechnet erfolgt so mindestens aller fünf Minuten in Deutschland ein Einbruch. Dabei sind die Täter allerdings hingegen landläufiger Meinung nicht nur nachtaktiv. Fast 40 Prozent der Einbruch-Delikte finden tagsüber statt und weniger als ein Drittel davon ist wirklich geplant. Im Großteil der Fälle macht die Gelegenheit Diebe. – Gelegenheiten, denen man mit den richtigen Verhaltensweisen, mechanischen und elektronischen Hilfsmitteln vorbeugen kann.
Die richtigen Schutzmaßnahmen gegen einen Einbruch
Natürlich lassen sich kriminelle Absichten und Handlungen niemals vollkommen verhindern. Mit den richtigen Schutzmaßnahmen, sowohl baulich, technisch als auch organisatorisch werden sie jedoch erschwert und lassen sich so eventuell abwehren bzw. mindern gegebenenfalls Schäden ab.
Laut der Statistik einer renommierten Sicherheitsfirma liegen die Hauptgefahrenstellen bei Einfamilienhäusern in zwei Drittel der Einbruchsfälle bei Fenstern, Balkon- und Terassentüren. Nur jeder zehnte Einbrecher nimmt demnach den regulären Hauseingang. Dabei werden die Fenster und Türen in mehr als der Hälfte der Fälle aufgehebelt. Aufgrund dieser Tatsachen ist es durchaus empfehlenswert für die eigene Sicherheit auf Sicherheitstüren, Zusatzschlösser, Fenstergitter und spezielle einbruchssichere Sicherheitsverglasung/-folien sowie Fensterbeschläge zu setzen. Technische Lösungen, wie beispielsweise zusätzliche Außenbeleuchtungen, Alarm- und Videoüberwachungsanlagen können zum einen potentielle Täter abschrecken und zum anderen Einbruch-Vorhaben verhindern.
Auch organisatorisch sowie hinsichtlich der eigenen Verhaltensweisen kann man mit den entsprechenden Maßnahmen etwaigen Dieben Gelegenheiten nehmen und so einem Einbruch vorbeugen. Demzufolge sollten Haustüren auch tagsüber zugeschlossen, Einstiegshilfen wie Leitern immer aus der öffentlichen Zugriffsweite genommen und Fenster im Erdgeschoss unbedingt verschlossen werden. Auch die Aufbewahrung des Haustürschlüssels an vermeintlich sicheren Verstecken sollte man vermeiden. Ebenfalls ist es ratsam bei längerer Abwesenheit, beispielsweise mithilfe eines Familienmitgliedes oder Nachbarn, dafür zu sorgen, dass die eigenen vier Wände bewohnt aussehen. D.h. der Briefkasten sollte geleert, die Rollläden in unregelmäßigen Abständen geöffnet und geschlossen werden und die Ansage des Anrufbeantworters sollte nicht unbedingt die Information der Abwesenheit preisgeben. Die Aufmerksamkeit und das Miteinander in der Nachbarschaft spielen zur Abwehr von Einbrüchen ebenfalls eine überaus große Rolle, da viele Täter im Schatten der Anonymität und fehlenden Aufmerksamkeit der Nachbarschaft agieren.